AbbVie (ABBV)

Historie des Unternehmens

AbbVie wird als eigenständiges Unternehmen seit Januar 2013 an der NYSE gehandelt. Davor war es ein Teil von Abbott Laboratories, einem pharmazeutischen Produktions- und Forschungskonzern aus Illinois, USA. Abbott teilte sich in Abbott, das Gerätschaften und Zubehör herstellt, und AbbVie, das seitdem als forschungsbasierter Pharmaproduzent fungiert, auf.

Der Pharmabereich, welcher von AbbVie abgedeckt wird, konnte große Erfolge mit seinem Produkt Humira verzeichnen, dessen Lizenz vor dem Auslaufen stand. AbbVie begann sofort damit, andere Pharmahersteller und -patente zu übernehmen, einschließlich ImmuVen and duvelisib, letzteres in Kooperation mit Infinity Pharmaceuticals.

Die Forschungs- und Produktionstätigkeiten von AbbVie konzentrieren sich auf Immunsuppressiva und Medikamente, welche die Nebenwirkungen anderer Behandlungen lindern. In diesem Sinne hat das Unternehmen ein lizenziertes Produkt mit dem Namen Marinol auf den Markt gebracht, das auf Cannabis basiert. Dieses Produkt hilft Patienten gegen durch Chemotherapien hervorgerufene Übelkeit.

AbbVie handeln: Das müssen Sie wissen

  • Die AbbVie-Aktie eröffnete an der NYSE am 14. Dezember 2012 mit 33,00 USD, vor dem Start des Unternehmens im Folgemonat. Sie zeigte eine stabile Performance bis zum zweiten Halbjahr 2017, als das Anlegerinteresse stark anstieg.
  • Zu diesem Zeitpunkt fand die Markteinführung von Humira statt. Es kam zu juristischen Auseinandersetzungen wegen anderer, ähnlicher Produkte und zu Zweifeln, ob das Produkt auch vollkommen sicher sei.
  • Trotz dieser Sorgen erreichte die AbbVie-Aktie am 26. Januar 2018 mit 123,21 USD ein neues Hoch.
  • Am 28. Dezember 2018 war die Aktie 91,12 USD wert.
  • Marinol ist nur eines von vielen pharmazeutischen Produkten im Angebot von AbbVie. Das Unternehmen reitet damit zwar auf der Cannabis-Welle, allerdings ist nicht davon auszugehen, dass es negativ beeinflusst wird, falls die Gesetzgebung weiter hinterherhinken sollte. Einige Anleger halten AbbVie für ein solides Investment, da das Unternehmen anders als andere Pharmahersteller nicht allzu stark von einem einzigen Produkt abhängig ist.
  • An der NASDAQ hat die AbbVie-Aktie Ende 2018 einen leichten Preissturz erlitten. Dieser hatte jedoch keinen Einfluss auf das Vertrauen der Anleger. Im weiteren Jahresverlauf wird von der Stabilität der Aktie ausgegangen. Anfang 2019 könnte der AbbVie-Kurs auf absehbare Zeit seinen Tiefstand erreichen.
  • Die Sorgen um Humira sind weitgehend in Vergessenheit geraten und AbbVie hat Imbruvica und Mavyret herausgebracht. Diese nicht auf Cannabis basierenden Mittel zielen darauf ab, Krebs- und HIV-Patienten zu helfen. Beide Produkte zusammen erzielten 2018 einen Wert von vier Milliarden US-Dollar für AbbVie.
  • Weitere Produkte, die bei AbbVie in den Startlöchern stehen, sind Venclexta, Orilissa, risankizumab und upadacitinib. Sie alle haben grünes Licht von der US Food and Drug Administration (FDA) erhalten und werden dem Unternehmen aller Voraussicht nach exzellente Gewinne bescheren.
  • AbbVies Dividendenrendite für 2019 wird auf 4 % geschätzt.

Jeder, der in AbbVie-Aktien investieren möchte, sollte den Pharmasektor analysieren, insbesondere im Hinblick auf Einschätzungen zu Cannabis.

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